Samstag, 23. Januar 2016

Laura Schroff/ Alex Tresniowski: Immer montags beste Freunde

Ein Roman über ein ungewöhnliche Freundschaft - eine wahre Geschichte.

Buchdaten:
Broschiert: 304 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Erschienen am: 5. Oktober 2015
ISBN-10: 3453291751
ISBN-13: 978-3453291751
Originaltitel: An Invisible Thread
Preis: 16,99 €



Inhalt
Es ist wirklich eine außergewöhnliche Geschichte, die - wie man so schön sagt- das Leben schreibt.
Sie spielt in New York und im Mittelpunkt stehen Laura Schroff, eine erfolgreiche Selfmade-Frau, und der 11jährige Straßenjunge Maurice. An einem Montag spricht er Laura an und bittet sie um Kleingeld, zunächst geht sie einfach weiter, doch einer spontanen Eingebung folgend, dreht sie um und lädt ihn spontan zum Essen ein. Behutsam entwickelt sich daraus eine Freundschaft. Immer montags treffen sie sich, um gemeinsam zu essen, bei Laura zu kochen und so lernt Maurice ein anderes Leben kennen, jenseits des Drogensumpfs und der Gewalt, die er aus seinem täglichen Leben kennt.

Das Vertrauen Lauras mag man als naiv bezeichnen, ich finde es sehr mutig und es zeugt von Nächstenliebe und Humanität, dass sie die Verantwortung für diesen Jungen übernommen hat - und bis heute mit ihm berfreundet ist.
Ihre eigenen Kindheitserfahrungen, die auch von häuslicher Gewalt geprägt waren, ermöglichen ihr einen Zugang zu Maurice, wobei sie aus einer Mittelstandsfamilie stammt, in der man sich keine Gedanken über Essen, Schlafplatz oder Sonstiges machen musste. Auch die Tatsache, dass sie selbst Probleme in der Schule hatte, keinen Collegeabschluss und sich aus eigenem Antrieb eine gute Position in der Anzeigenakquise bei verschiedenen Zeitungen erarbeitet hat, erleichtern ihr Maurice ein Vorbild zu sein.
Der Roman schildert, wie es Maurice mit Lauras Hilfe gelingt, aus seinem alten Leben zu entkommen. Entscheidend dabei ist jedoch weniger, dass Laura ihn direkt unterstützt, sondern dass sie ihm die entsprechenden Werte vermittelt und ihm Selbstvertrauen schenkt, so dass er an der Wende seines Lebens, die richtige Entscheidung trifft.
Gut finde ich auch, dass ansatzweise die Probleme und Schwierigkeiten angesprochen werden, die sich aus einer solchen Freundschaft ergeben. Sehr berührend ist der Brief am Ende des Romans, den Maurice Laura geschrieben hat.

Bewertung
Eine schöne Geschichte über eine bemerkenswerte Frau, die den Mut aufbringt, einem Straßenjungen zu vertrauen und ihm, indem sie ihm Werte wie Vertrauen, Freundschaft, Gemeinschaft und Familienleben vermittelt, eine Chance auf ein anderes Leben ermöglicht. Und der seinerseits ihr Leben bereichert hat.
Schade finde ich nur, dass die Geschichte - aus meiner Sicht - nur teilweise gut erzählt wird. Es sind oft lange berichtende Passagen, die mich dann nicht so berührt haben und eine Distanz aufbauen, wo keine entstehen sollte.
Stark sind die Erzählpassagen, in denen Dialoge vorkommen (leider die Ausnahme) und man die Interaktion zwischen Laura und Maurice miterleben kann.
Auch die Spirtualität der Autorin:
"Ich halte mich für einen ausgesprochen spirituellen Menschen und bin überzeugt, dass Schicksal un Bestimmung in unserem Leben eine große Rolle spielen." (S.301),
haben mir den Zugang zur Geschichte erschwert, da ich - da bin ich ehrlich - nicht an jenes unsichtbare Band zwischen den Protagonisten glauben kann.
Das soll den Mut und die Nächstenliebe der Autorin nicht mindern, die finde ich bewundernswert - der Roman hätte einfach besser erzähltechnisch umgesetzt werden können.
Habe jetzt ungefähr ein Drittel des Romans gelesen und muss sagen, dass die Geschichte wirklich außergewöhnlich ist. Sie spielt in New York und im Mittelpunkt stehen Laura Schroff, eine erfolgreiche Selfmade-Frau, und der 11jährige Straßenjunge Maurice. An einem Montag spricht er Laura an und bittet sie um Kleingeld, zunächst geht sie einfach weiter, dann dreht sie um und lädt ihn spontan zum Essen ein. Behutsam entwickelt sich daraus eine Freundschaft, wobei Lauras Kindheit auch von häuslicher Gewalt geprägt war, ebenso wie die von Maurice, der im Drogensumpf "groß" geworden ist. Man könnte dem Roman Sozialromantik vorwerfen, aber er basiert auf einer wahren Geschichte. Ich freue mich aufs Weiterlesen und darauf, wie sich die Freundschaft weiter entwickelt.

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