Dienstag, 29. Dezember 2015

Meine Lieblingsromane 2015

- ein (Halb-) Jahresrückblick

Als ich mich Ende Juli entschieden habe, meiner Leidenschaft, Bücher zu lesen und darüber zu reden bzw. zu schreiben, in einem Buchblog Ausdruck zu verleihen, war mir nicht bewusst, wie viel Spaß es macht, Rezensionen zu schreiben, die Rezensionen anderer BuchbloggerInnen zu lesen und sich über das Gelesene auszutauschen.
Ich lese die Romane seither viel bewusster und - ich lese viel mehr als noch vor einem Jahr. Das hängt auch mit den vielen guten Besprechungen und Tipps der anderen zusammen, die ich gerne verfolge. So wächst mein Stapel an ungelesenen Büchern kontinuierlich an - aber ist es doch schön, dass es immer wieder gute Literatur zu entdecken gibt.

Für den Überblick des letzten halben Jahres habe ich mich entschiedenen, jeweils den für mich besten Roman des jeweiligen Genres auszuwählen - obwohl die Kategorisierungen ja nicht immer eindeutig sind.
Egal - ich habe es versucht und das ist meine Auswahl:

Fantasyroman: Cristin Terrill: Zeitsplitter


Wer Romane mag, die sich mit dem Paradoxon von Zeitreisen auseinandersetzen, wird das Buch lieben. Es ist aber auch ein Entwicklungsroman und eine Liebesgeschichte und zuletzt eine gesellschaftskritische Dystopie. Insgesamt ein absolut lesenswerter Roman, der mich in den Bann gezogen hat und mich bis zur letzten Seite mit der Protagonistin hat mitfiebern lassen.

Dystopie: Dave Eggers: Der Circle
Ein Roman, der mich wegen seiner Aktualität und der Entwicklungen, dass große Internetkonzerne die "Macht" über das Netz übernehmen wollen, unglaublich bewegt hat. Absolut lesenswert, da die aufgezeigte Dystopie so dicht an unserer Realität ist.


Jugendroman: Tamara Bach: Was vom Sommer übrig bleibt
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive der 17-jährigen Louise und der 13-jährigen Jana erzählt, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie in den Sommerferien sich selbst überlassen sind.
Innovativ an diesem Roman ist die Kraft der Sprache mit ungewöhnlichen Neologismen und Bildern. Größtenteils im Bewusstseinsstrom verfasst kann man in die Gedanken der beiden Mädchen eintauchen.
Eindrucksvoll!




Thriller: Sebastian Fitzek: Passagier 23
Sehr spannender Thriller um den Ermittler Martin Schwarz, dessen Frau und Sohn auf einer Schiffsreise ums Leben gekommen sind. Daher ist er an einem Fall auf dem gleichen Kreuzfahrtschiff sehr interessiert:
Anuk Lamar verschwand 8 Wochen zuvor gemeinsam mit ihrer Mutter vom Schiff - sie ist also ein Passagier 23, da im Durchschnitt 23 Menschen im Jahr von Kreuzfahrtschiffen verschwinden. (Und das ist nicht fiktiv!)
Gut gemachter Thriller mit einem überraschenden Ende.

Liebesroman: Jojo Moyes: Ein Bild von dir
Der Roman hat mich persönlich mehr überzeugt als "Ein ganz neues Leben", der für mich einfach nicht mehr an "Ein ganzes halbes Jahr" herankommen kann.
Erzählt wird die Geschichte zweier Frauen. Sophie muss im 1.Weltkrieg in einem von den Deutschen besetzten französischen Dorf zurecht kommen und vermisst ihren Mann, den Künstler Édouard Lefèvre, schmerzlich. Geblieben ist ihr ein Bild "Jeunne Femme", das gleichzeitig im Mittelpunkt des Romans steht. Dieses Bild gelangt in den Besitz von Liv, die ihren Mann verloren hat und in der Gegenwart lebt.
Insgesamt eine schöne Liebesgeschichte, wobei vor allem die Geschichte von Sophie und Édouard dazu beiträgt

Hörbuch: Jodi Picoult: Bis ans Ende der Geschichte
Überzeugt hat mich bei dieser Auseinandersetzung mit der NS-Zeit die Vielschichtigkeit des Romans: Neben der sehr berührenden Lebensgeschichte der Holocaust-Überlebenden Minka, der Großmutter der Protagonistin, wird die Geschichte der jungen Amerikanerin Sage Singer erzählt, die einen ehemaligen SS-Verbrecher in den USA kennen lernt. Dieser bittet sie seinem Leben ein Ende zu setzen - er ist inzwischen über 90 Jahre alt, da er nicht weiter mit seiner Schuld leben möchte. Auch seine Geschichte findet Gehör, daneben kommt auch Leo Stein zu Wort - ein junger Mann, der für eine Behörde arbeitet, die NS-Verbrecher verfolgt. Eingebettet in diese verschiedenen Handlungsstränge ist eine fiktive Erzählung der Großmutter, die als Allegorie zu lesen ist.
Beeindruckend und ein wichtiger Roman über Schuld, Reue und Vergebung.


Sonntag, 27. Dezember 2015

Dave Eggers: Der Circle

Eine Dystopie über eine Welt, in der alle vollkommen gläsern werden sollen.


Vorne weg
Ich weiß, dass Dystopien zur Zeit den Literaturmarkt überschwemmen und es schwierig ist, immer noch eine weitere - gute zu finden. Aber ich glaube, dass Der Circle diesem Anspruch gerecht wird. Der Roman zeigt wie auf der Rückseite angekündigt eine "Schöne neue Welt" reloaded. Eine Welt, in der eine Firma - Circle - alles über uns permanent speichert, so dass keinerlei Informationen mehr verloren gehen. Eine Welt, in der alle miteinander vernetzt sind und sich über Smiles und Frowns definieren.
Ein Roman, der mich bewegt hat, der aber auch zum Nachdenken anregt, das Smartphone oder Tablet oder den Laptop auszuschalten.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Sebastian Niedlich: Das finale und abschließende Wort Gottes zum Thema Weihnachten

Eine Kurzrezension zu einer Kurzgeschichte, gelesen von Matthias Keller.
Laufzeit: 39 Minuten

 
Kostenlos für Audible-Abonennten
Auf sehr unterhaltsame Art und Weise erläutert "GOTT", der hier als Ich-Erzähler fungiert, warum wir Weihnachten heute mit Weihnachtsbaum, Krippenspiel und Gesang feiern. Er belehrt uns recht witzig, was es mit dem Weihnachtsmann auf sich hat, warum er in den USA Santa Claus heißt und angeblich am Nordpol lebt. Bis auf die etwas gekünstelt wirkenden Abschweifungen "Gottes" eine letztlich sehr informative Kurzgeschichte, die uns bewusst machen will, wie sehr unser heutiges Weihnachtsfest auf Traditionen basiert.

Ideal zum Hören, während man den Weihnachtsbaum schmückt oder die Weihnachtsgans zubereitet ; )

Dienstag, 22. Dezember 2015

Gemeinsam lesen 5

Gemeinsam lesen

 1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Dave Eggers: Der Circle
 
Ich bin auf Seite  64 von 558 , also noch ganz am Anfang.





2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Okay, machen wir mal einen Live-Versuch. Bereit?"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Da ich unheimlich gerne Dystopien lese, ist auch dieser Roman für mich ein absolutes Muss. Als Schülerin habe ich vor vielen Jahren Aldous Huxleys "Brave new world" gelesen und als ich auf der Rückseite den Kommentar: Huxleys "Schöne neue Welt" reloaded - entdeckte, wusste ich, dass ich diesen Roman lesen möchte.
Am Anfang wird diese neue Welt, die eigentlich in unserer Zeit angesiedelt ist, erklärt: 
Die Firma Circle" hat die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt und alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Dadurch gibt es keine Anonymität mehr im Netz, alles ist gläsern.
Ich bin gespannt, wie dieser (Alp-)Traum weitergeht.

4.  Würdest du gerne mal als ein Charakter Vorbild sein, was dann in einem Roman mitspielt? Also ich meine dein Namen, dein Aussehen oder wie du bist würden in einem Buch erscheinen.
Also ich weiß nicht, ob mein Leben - Beruf, Familie, Kinder und Hund - genug für einen eigene Figur hergeben würde. Dafür verläuft mein Leben zu normal und es ist eigentlich nicht das, was ich selbst gerne lesen würde. Gleichzeitig bin ich natürlich froh darüber, dass mein Charakter nicht unbedingt als Romanvorlage herhalten kann, schließlich möchte ich zum Beispiel ungern die Protagonistin eines Kriminalfalls sein...

 
 

Montag, 21. Dezember 2015

Cover Monday 4


Cover Monday ist ein von The emotional life of book ins Leben gerufene Aktion, bei der wöchentlich die schönsten Buchcover ins vorgestellt werden! Es geht dabei nur ums Cover, man muss das Buch weder gelesen haben noch besitzen.






Mein Cover
Schön finde ich dieses Cover eigentlich nicht, aber es macht neugierig. Die Farbe Orange geht normalerweise überhaupt nicht, aber sie sticht einfach ins Auge und hat für mich etwas Aggressives. Das Buch habe ich gerade erst begonnen zu lesen und mich sprechen v.a. die ineinander verschlungenen Ellipsen sowie der unvollständige Kreis in der Mitte an, der auf den Titel verweist und gleichzeitig das Logo der Firma ist, um die es in dem Roman geht. Das Logo deutet auf die Vernetzung dieser Firma hin, erzeugt bei mir aber auch ein Gefühl, als ob man im inneren Kreis gefangen sei. Die klare Schrift und die Reduzierung des Covers auf das Logo, deuten die Allmacht dieser Firma an.
Definitiv macht dieses Cover neugierig auf den Inhalt:
Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim "Circle", einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz - so ein Ziel der "drei Weisen", die den Konzern leiten- wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminialität.
(Klappentext)

Sonntag, 20. Dezember 2015

Ashley Ream: 30 Tage und ein ganzes Leben

Ein Roman, der von der Last unter Depressionen zu leiden erstaunlich leicht erzählt.

Vorne weg
Als ich auf der Rückseite des Romans gelesen habe:
Für alle Leser von Rachel Joyce ("Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry"), Lori Nelson Spielman ("Morgen kommt ein neuer Himmel") und Graeme Simsion ("Das Rosie-Projekt"), waren meine Erwartungen an den Roman ziemlich groß, denn alle drei genannten Romane haben mich berührt und sehr bewegt. Okay, beim Rosie-Projekt musste ich auch ziemlich viel lachen.  So viel kann ich schon mal verraten, die Geschichte hat mich nicht enttäuscht.

Inhalt
Der Roman wird aus der Ich-Perspektive der erfolgreichen Künsterlin Clementine Pritchard erzählt, die unter Depressionen leidet. Sie beschließt ihrem Leben ein Ende zu setzen, sich dabei aber 30 Tage Zeit zu geben,"um das eigene Ableben zu organisieren." (Klappentext)

Dienstag, 15. Dezember 2015

Gemeinsam lesen 4


Gemeinsam lesen
 1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ashley Ream: 30 Tage und ein ganzes Leben.
 
Ich bin auf Seite 33 von 381, also noch ganz am Anfang.





2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Würden Sie sagen, dass ein Huhn wie ein Mensch ist?"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich habe eine Rezension auf einem Blog zu dem Roman gelesen (weiß leider nicht mehr auf welchem) und fand die Idee interessant: Eine Künstlerin, die unter Depressionen leidet, nimmt sich 30 Tage Zeit, ihr Ableben zu organisieren. Dabei verändert sich ihr Leben dermaßen, dass sie hoffentlich weiterleben will.
Als ich dann noch auf dem Klappentext gelesen habe:
Für alle Leser von Rachel Joyce ("Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry"), Lori Nelson Spielman ("Morgen kommt ein neuer Himmel") und Graeme Simsion ("Das Rosie-Projekt"), war die Entscheidung gefallen, den Roman zu lesen. Alle drei genannten Romane haben mich berührt und sehr bewegt. Okay, beim Rosie-Projekt musste ich auch ziemlich viel lachen.
Hoffe, dass "30 Tage und ein ganzes Leben" diese Erwartungen auch erfüllen kann.

4.  Wenn du selbst ein Buch schreiben würdest, welches Genre würdest du wählen und warum? Und würde es von dem abweichen, was du normalerweise liest? 
Ich würde einen Krimi schreiben. Es würde mir Spaß machen, die Motive zu hinterfragen, die zu einem Verbrechen bzw. Mord führen. Was geht im Kopf eines Menschen vor, eine solche Tat zu vollbringen? Andererseits macht es bestimmt auch Freude den Weg des Ermittlers oder der Ermittlerin nachzuzeichnen. Ihre Hypothesen, ihre Irrwege und das allmähliche Herauskristalliesieren der Wahrheit. Ihn oder sie als Menschen zu zeigen...
Da ich selbst sehr gerne psychologische Krimis lese im Stile von Mankell oder Anne Holt, könnte ich mir durchaus vorstellen, selbst einen Kriminalroman zu verfassen.

Montag, 14. Dezember 2015

Cover Monday 3

Cover Monday ist ein von The emotional life of book ins Leben gerufene Aktion, bei der wöchentlich die schönsten Buchcover ins vorgestellt werden! Es geht dabei nur ums Cover, man muss das Buch weder gelesen haben noch besitzen.





Mein Cover
In dem Jugendbuch geht es um eine junges Mädchen, Maggie, dessen Vater Bücher restauriert. Bücher stehen im Mittelpunkt dieser fantastischen Geschichte, denn Maggie ist, genau wie ihr Vater, in der Lage Figuren aus Büchern herauszulesen. Dabei verschwinden aber Menschen aus ihrer Welt. So geschehen mit ihrer Mutter, die im Roman "Tintenherz" verschwunden ist - dafür ist der Bösewicht Capricorn mit seinen Männern sowie der Feuermagier Staubfinger mit seinem Marder Quinn in unserer Welt. In Ligurien spielt ein Großteil der Handlung und links oben ist ein malerisches Dorf mit Kirchturm zu sehen - das könnte die Heimat Fenoglios sein, dem Autor der Tintenherz-Geschichte. Auch der Marder und Capricorns Männer sind in kleinen Quadraten zu sehen, wie auch das Buch selbst in der Mitte. Die Buchstaben deuten auf den Beruf von Mo, Maggies Vater hin, da er v.a. alte Bücher restauriert, deren Buchstaben verschnörkelt sind, so wie im Roman auch die Kapitelanfangsbuchtstaben jeweils verziert sind. Maggies Tante Eleonor besitzt auch eine alte Bibliothek voller kostbarer Bücher. Das Cover spiegelt meines Erachtens die Schönheit der Bücher wider und weist darauf hin, dass die Bücher und das Lesen selbst im Mittelpunkt dieser wunderbaren Geschichte stehen.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Mechthild Gläser: Die Buchspringerin

ein Jugendroman, in dem es um die Liebe zu Büchern und ihren Ideen geht.

Inhalt
Die 16jährige Amy Lennox reist unvermittelt in den Sommerferien mit ihrer alleinerziehenden Mutter Alexis, die ihren Liebeskummer vergessen will, in deren schottische Heimat: die einsame Insel Stormsay. Dort leben im Wesentlichen Alexis Mutter Lady Mairead mit ihrem Butler Mr Stevens in einem stattlichen Herrenhaus sowie der Clan der Macalister, bestehend aus dem alten Laird sowie seiner Tochter Betsy und seinem Neffen Will, in einer alten Burg
Die beiden Clans sind seit langer Zeit verfeindet, teilen jedoch eine besondere Gabe. Die jüngeren Mitglieder sind in der Lage in Bücher zu springen. Ihre Aufgabe ist es, die Literatur und ihre Geschichten zu beschützen. Dazu gibt es ein literarisches Portal - eine Art Steinkreis, von wo Betsy, Will und schließlich auch Amy in ihre jeweiligen Geschichten hineinspringen.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Sebastian Fitzek: Passagier 23

ein spannender Thriller auf hoher See...  

Gesprochen von: Simon Jäger
Spieldauer: 10 Std. 10 Min. (ungekürztes Hörbuch)

Inhalt
Im Mittelpunkt steht der Berliner Kriminalpolizist Martin Schwarz, der als verdeckter Ermittler arbeitet. Allerdings ist er psychisch sehr angeschlagen, da er vor 5 Jahren seine Frau ihren gemeinsamen 11 jährigen Sohn Tim getötet haben und diesen von einem Kreuzfahrtschiff geworfen haben soll. Danach soll sie selbst in den Tod gesprungen sein. Martin kann bis heute nicht an den Mord und Selbstmord seiner Frau glauben. Daher reist er sofort zur Ablegestelle des Schiffes, als ihm eine Anruferin erzählt, ein vermisstes Kind sei wieder auf dem Kreuzfahrtschiff aufgetaucht.

Gemeinsam lesen 3

Gemeinsam lesen
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts
(S.164 von 426)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
- Und ich war auf dem Nowodewitschi, sagte er. Und Irina sagte:
-Machst du mir eine Zigarette an?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Eigentlich möchte ich keine Schullektüre hier posten. Aber bei diesem Roman mache ich eine Ausnahme, da ich ihn wirklich lesenswert finde - nicht nur für AbiturientInnen. Außerdem ist Eugen Ruge Träger des Deutschen Buchpreises 2011.

Erzählt wird die Geschichte einer Familie, verknüpft mit der Geschichte der DDR. Waren die Großeltern Alexanders, des Protagonisten, noch überzeugte Kommunisten, sind die Eltern, v.a. der Vater Kurt, angelehnt an den Vater Eugen Ruges (Wolfgang Ruge) zwar systemtreue DDR-Bürger, aber der Glaube an den Kommunismus ist schon abgeschwächt, v.a. bei Alexanders Mutter - Irina, die aus Russland stammt. Alexander selbst flüchtet kurz vor dem Mauerfalls in die Bundesrepublik Deutschland.
Erzähltechnisch interessant ist, dass der Autor zwischen verschiedenen Zeitebenen hin- und herspringt. So beginnt der Roman 2001, als Alexander von einer unheilbaren Krebserkrankung erfährt. Dann wird aus der Perspektive der Großmutter Charlotte erzählt, die sich 1952 in Mexiko befindet, auch der 4jährige  Alexander kommt zu Wort, usw. So fügt sich puzzleartig das Leben bzw. der Zerfall dieser Familie zusammen, gleichzeitig erlebt den "Untergang" der DDR mit.

4. Welcher Gegenspieler/Bösewicht ist dir im Besonderen in Erinnerung geblieben - positiv oder negativ-, aus welchem Buch kommt er und warum?
Spontan zu dieser Frage ist mir Lord Voldemort aus "Harry Potter" eingefallen - ein Bösewicht ohne jegliche positive Eigenschaften, ein durch und durch böser Zauberer, der wortwörtlich seine Seele für die Unsterblichkeit zerstört hat und nicht mehr in der Lage ist Gefühle wie Mitleid, Zuneigung und v.a. Liebe zu empfinden. Für mich verkörpert er das Böse schlechthin, da er die Liebe ablehnt und sie verachtet, dabei ihre Kraft verkennt. Es ist weniger der Hass, sondern die Abwesenheit von Liebe, die ihn zum "Bösewicht" macht, so dass er nie zum Sympathieträger werden kann.




   

Montag, 7. Dezember 2015

Cover Monday 2

Cover Monday ist ein von The emotional life of book ins Leben gerufene Aktion, bei der wöchentlich die schönsten Buchcover ins vorgestellt werden! Es geht dabei nur ums Cover, man muss das Buch weder gelesen haben noch besitzen.





Mein Cover
In dem Roman geht es um einen Hundertjährigen, der am Tag seiner Geburtstagsfeier aus dem Fenster des Altenheims flüchtet, in dem er lebt, und daraufhin in einen skurrilen Kriminalfall gerät, bei dem ein Koffer eine wichtige Rolle spielt. Während seiner Flucht vor Kriminellen erzählt der Protagonist Allan Karlsson immer wieder Episoden aus seinem abenteuerlichen Leben.
Elefanten sagt man ja nach, dass sie nichts vergessen und so ist es eben auch mit Allan, der scheinbar kaum ein Detail seines Lebens beim Erzählen auslässt. Abwechslungsreich nimmt er die Leser mit von Mao zu Franko und Oppenheimer. Neben seiner eigenen Geschichte erzählt er nebenbei die europäische Geschichte des 20.Jahrhunderts - ein Elefant, der eben nichts vergisst. Das Kofferschild, auf dem der Titel des Romans steht, deutet auf den ominösen Koffer hin, der die Verfolgungsjagd auslöst und den Kriminalfall in Gang setzt.
Der Elefant scheint auch in Bewegung zu sein - genau wie der Hundertjährige auf der Flucht. Außerdem spielt im Roman selbst auch noch ein Zirkuselefant eine entscheidende Rolle...

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Krystyna Kuhn: Monday Club. Das erste Opfer.

Ein Jugendroman, auch für Erwachsene.

Inhalt:
Faye lebt in Bluehaven, einer scheinbar perfekten Kleinstadt und gehört zu einer der wohlhabenden Familien vor Ort. Sie ist gut aussehend, intelligent, wird in einem Jahr ihren High School Abschluss machen und dann nach Harvard gehen. Ihr einziges Problem ist, dass sie sehr schlecht schläft und deshalb auch schon in Behandlung gewesen ist. Bei Dr. Meyers -einer Freundin ihrer Tante Liz, die auch gleichzeitig die Ärztin in Bluehaven ist und sich um sie kümmert, da Fayes Mutter bei ihrer Geburt gestorben ist.
Sie hat einen smarten Freund, Josh Lancaster, der ebenfalls einer der einflussreichen Familien angehört. Diese Familien gehören dem geheimnisumwobenen Monday Club an, der caritativ arbeitet, dessen Sitzungen aber der Geheimhaltung unterliegen.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Gemeinsam lesen 2

Gemeinsam lesen
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Krystyna Kuhn: Monday Club, Das erste Opfer (Seite 252 von 370)
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Der Geruch nach altem Papier, eine Atmosphäre wie von alten Büchern und...Magie hüllte mich ein, betäubte mich geradezu.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich finde den Roman sehr spannend und bedaure dass ich gerade nicht so viel Zeit zum Lesen habe. Die Protagonistin Faye ist sehr sympathisch und man fühlt mit ihr, als ihre beste Freundin und Seelenverwandte Amy bei einem Unfall stirbt. Schritt für Schritt nähert man sich gemeinsam mit Faye dem geheimnisvollen Monday Club und fragt sich, was er mit dem Unfall zu tun hat. Der Monday Club besteht aus Mitgliedern der wohlhabenden Familien der idyllischen Kleinstadt Bluehaven, die jedoch nicht verraten dürfen, was dort besprochen und beschlossen wird. Zur Spannung trägt auch der Prolog bei, der - glaube ich - einen Ausschnitt einer dieser Sitzungen erzählt sowie die geheimnisvolle Obdachlose Missy, die prophezeit, dass das Böse zurückkehrt. Auch die Frage, welche Rolle eigentlich die Ärztin Liz, Fayes Tante, die sich seit dem Tod von Fayes Mutter um sie kümmert, spielt, hält die Spannung aufrecht.
Obwohl es ein Jugendroman ist, macht das Lesen sehr viel Spaß und ich freue mich schon auf die "Auflösung". Allerdings gibt es ja noch zwei Fortsetzungen...

4. Liest du Buchbewertungen auf anderen Blogs komplett durch, schaust du nur auf das Fazit am Ende oder gar nur auf die Anzahl der Sterne?
Das kommt auf die Bewertung an. Wenn sie gut geschrieben ist und vor allem, wenn mich das Buch interessiert, dann lese ich sie bis zum Ende durch. Auf die Anzahl der Sterne achte ich überhaupt nicht, sondern lese immer das Fazit und entscheide dann, ob ich das Buch auf meine persönliche Wunschliste stelle.