Donnerstag, 3. März 2016

Ava Reed: Spiegelsplitter

 - eine Kurzresenzsion.


Buchdaten
Taschenbuch: 358 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 22. Oktober 2015
ISBN-10: 3551300445
ISBN-13: 978-3551300447

Inhalt
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 17jährige Caitlin, deren Vater vor kurzem gestorben ist und deren Mutter die Familie kurz nach Caitlins Geburt verlassen hat. Sie ist ein besonderes Mädchen, wenn sie in einen Spiegel schaut, sieht sie sich nicht, nur das Silber des Spiegels. Nach dem Tod ihres Vater lebt sie mit ihrem Kindermädchen Erin in Irland und arbeitet bei Aidan in einer Buchhandlung. Dort begegnet ihr der geheimnisvolle Finn, von dem sie sich sofort angezogen fühlt. Während der Begegnung mit ihm erscheint eine Markierung auf ihrem Handrücken. Da die Perspektive zwischen Finn und Caitlin abwechselt, erfährt man auch, dass Finn magisch von der schönen jungen Frau angezogen wird und dass er ein Jäger von Fantasien ist - ein Gestaltwandler, der sich in unterschiedliche Tiere verwandeln kann. Seine Bestimmung scheint es zu sein, Caitlin zu beschützen, was er in Gestalt einer liebenswerten Katze auch tut. Es stellt sich heraus, dass Aidan und Erin Naturgeister sind - ein Feuer- und ein Luftgeist und Erin um das Geheimnis von Caitlins Herkunft weiß. An ihrem 18.Geburtstag wird der Zauber brechen und ihre Magie zum Leben erwachen.


Bewertung
Etwas gewöhnungsbedürftig ist der konsequente Wechsel der Perspektiven: Jedes Kapitel wird zunächst aus der Sicht von Caitlin erzählt und dann aus der Finns. Das ist einerseits erhellend, andererseits durch einige Wiederholungen etwas langatmig. Die wörtliche Rede verändert sich ja nicht, da hätte man kürzen können.
Ansonsten aber eine recht spannende und fantasievolle Geschichte, in der bekannte Fantasyelemente neu arrangiert werden und auch die obligatorische Liebesgeschichte nicht fehlt.
Allerdings gelingt es der Autorin nicht, mich völlig in den Bann der Geschichte zu ziehen - obwohl sie aus der Ich-Perspektive erzählt wird und ganz oft die Gedanken der Figuren offenbart werden, sind einige spannende Stellen seltsam zusammenfassend geschildert. Das Herausreißen aus der Geschichte durch den Perspektivwechseln und die Unterbrechung der Chronologie der Ereignisse könnten auch dazu beitragen, dass man seltsam distanziert bleibt - zumindest ging es mir so.
Zudem fällt auf, dass die meisten dieser "Romantasy"-Romane zwar fantasievolle Geschichten erzählen, eine übermenschliche Liebe beinhalten - auch in dieser Geschichte ist es nicht einfach nur "Liebe" - die immer einen Umweg gehen muss, bis sich die Protagonisten doch finden, aber eben nicht mehr. Es ist gute Unterhaltungsliteratur, die ich meist sofort nach dem Lesen wieder vergesse.
Mir - und da sprechen ich jetzt aus meiner Perspektive - fehlt der Mehrwert - was will mir die Geschichte darüber hinaus erzählen? Gibt es eine Botschaft?
In Zukunft werde ich mich also wieder auf die Dystopien stürzen, die einen kritischen Blick auf unsere Gesellschaft werfen.


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